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10-03-10 09:23

Verpasste Möglichkeiten beim Würth-Cup

Für das Weltcupturnier in der deutschen Fechthochburg Tauberbischofsheim hatten sich fünf Degenfechterinnen des HSB qualifiziert, aber niemand aus dem jungen HSB-Team konnte beim „Würth-Cup 2010“ ein überzeugendes Ergebnis liefern. Auch Monika Sozanska blieb mit Rang 18 unter 133 Degenfechterinnen unter ihrer Möglichkeiten.

Das mit  133 Teilnehmern aus 29 Nationen gut besetzte Turnier in Tauberbischofsheim war dieses Jahr kein gutes Pflaster für die HSB-Degendamen um zu glänzen.

Melinda Kövecs schied nach nur einem Sieg schon in der Vorrunde aus und wurde 124., was auch in ihrem ersten Aktivenjahr zu wenig ist. Wenigstens konnte der Rest der Heidenheimer Equipe die Setzrunde erfolgreich absolvieren und in die Direktausscheidung einziehen. Hier verlor Degenjuniorin Isabelle Walz bei ihrem ersten Weltcupauftritt gegen die Slowakin Judit Lovisek hauchdünn mit 14:15, was Platz 105 bedeutete. Die 18-jährige Renata Miller konnte nach einer durchwachsenen Vorrunde zunächst noch die Norwegerin Pia Klafstad mit 15:12 überwältigen, ehe sie sich gegen Edina Befeki aus Ungarn mit 14:15 beugen und mit Platz 92 zufrieden geben musste. Ihre Altersgenossin Ricarda Multerer startete sehr gut mit vier Siegen in der Vorrunde, schied dann aber gegen die Ungarin Edina Antal mit 10:15 aus, was letztlich Rang 70 für die 18-jährige bedeutete.

Damit lag es einmal mehr an Monika Sozanska, für eine gute Platzierung zu sorgen. Im Tableau der besten 64 musste sie am zweiten Turniertag gegen die Italienerin Carolina Buzzi ran, die sie in einem taktisch geprägten Gefecht auf Distanz halten konnte und am Ende mit 11:7 besiegte. Danach scheiterte sie aber im Sudden Death 11:12 gegen die spätere Drittplazierte Nathalie Alibert aus Frankreich. „Wir hatten uns schon mehr als Platz 18 ausgerechnet, aber mit Blick auf die Siegerliste weiß man, dass das sechste Topturnier in Folge bei den Degendamen, die im Weltcup vorne mitmischen, doch an den Kräften zehrt“, meinte ein kritischer Heidenheimer Bundestrainer Piotr Sozanski, dessen beste Degenfechterin, Olympiasiegerin Britta Heidemann, einen Platz vor Monika Sozanska abschloss. „Mit den unerwarteten Ergebnissen, die hier zustande kamen, konnte Monika immerhin ihren zweiten Platz in der deutschen Rangliste und ihre Top Ten-Platzierung in der Weltrangliste verteidigen,“ lautete die positive Interpretation des Ergebnisses, bei dem der Blick sich schon wieder nach vorne richtete: „Jetzt heißt es erst einmal Kraft tanken. Wir werden in der kommenden Woche die Gefechte von Tauberbischofsheim analysieren und uns dann zielgerichtet auf den Grand Prix in Lobnya in 14 Tagen vorbereiten.“

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