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10-03-10 09:24

Zwei HSB-Fechter in den deutschen Farben

Beim internationalen Grand Prix „Challenge Bernadotte“ ging im Weltcup-Einzel HSB-Junior Maximilian Keck an den Start. Im Mannschaftswettbewerb durfte er und sein Vereinskollege Niklas Multerer sogar erstmals ihr Debüt in der deutschen Equipe feiern.


Erstmals als Aktive für Deutschland auf der Planche (von rechts):
Die beiden jungen HSB-Degenfechter Maximilian Keck und Niklas
Multerer, hier beim Mannschaftsauftritt neben dem Tauberbischofs-
heimer Sven Schmid und dem Böblinger Steffen Launer.

Das Weltcupturnier in der schwedischen Hauptstadt wurde auch dieses Jahr mit 190 Teilnehmern aus 39 Nationen seinem exzellenten Ruf mehr als gerecht. Unter dieser großen internationalen Konkurrenz war mit Maximilian Keck auch ein Heidenheimer Degenfechter vertreten, der normalerweise noch in der Altersklasse der Junioren antritt.

Maximilian Keck konnte in der Vorrunde überzeugen, gewann vier seiner Vorrundengefechte und erreichte damit einen hervorragenden Indexwert für die Setzliste. Trotz der guten Platzierung im Tableau der letzten 128 erwischte er allerdings mit Michael Kauter aus der Schweiz einen ungewöhnlich starken Gegner. Kauter – immerhin Elfter in Peking – wurde von Keck lange Zeit voll gefordert, ehe er sich mit 15:13 gegen den jungen Heidenheimer durchsetzen konnte, für den somit sprang nur Rang 100 herauskam.

Als Bonbon war aber sowohl Keck als auch seinem Vereinskameraden Niklas Multerer vorab versprochen, erstmals am für Deutschland bei den Aktiven einen Mannschaftskampf bestreiten zu dürfen. Neben dem „alten Hasen“ Sven Schmid aus Tauberbischofsheim wurde mit Steffen Launer aus Böblingen ein weiterer junger Fechter für die Mannschaft nominiert. Bundestrainer Didier Ollagnon verfolgt damit konsequent sein Konzept der intensiven Nachwuchssichtung, auch wenn er derzeit wohl bei internationalen Meisterschaften keine deutsche Equipe ohne die Tauberbischofsheimer Sven Schmid und Jörg Fiedler in den Kampf um Medaillen schicken würde. Von daher ging es für die Heidenheimer Nationalmannschaftsdebütanten vor allem darum, zu zeigen, dass sie durchaus ergänzende Rollen ausfüllen können. Hoch motiviert konnte man im ersten Gefecht gegen die russische Nationalmannschaft lange Zeit Paroli bieten, ehe das Team viel knapper als zunächst erwartet mit 28:32 verlor. In den folgenden Platzierungsgefechten konnte man noch Venezuela mit 45:37 besiegen, bevor die Norweger und die Kanadier das deutsche Nachwuchsteam um Multerer und Keck mit 45:38 beziehungsweise 41:39 in die Knie zwang. Am Ende stand für die deutsche Equipe „nur“ Platz zwölf zu Buche, aber der Heidenheimer Delegationsleiter Walter Steegmüller zeigte sich dennoch zufrieden: „Beide HSB-Fechter haben diszipliniert und konzentriert gefochten. Sie zeigten, dass sie – mit viel Arbeit – den Weg nach oben schaffen können. Wie sie das angehen, freut mich.“


Am Rande des Grand Prix in Stockholm traf der Heidenheimer
Fachbereichstrainer für Degen im Deutschen Fechterbund,
Walter Steegmüller (re.), einen alten Bekannten: Jonathan Willis, Überraschungssieger beim Heidenheimer Pokal 2007 wird im
Frühjahr für einige Monate ans Fechtzentrum nach Heidenheim
kommen.

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