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15-03-10 17:33

Weltcup in Dijon:
Kohel trumpft bei den Juniorinnen auf

Beim Weltcup der Degenjuniorinnen im französischen Dijon gingen am vergangenen Wochenende vier Degenfechterinnen aus Heidenheim an den Start. Dabei belegte ausgerechnet die Jüngste der HSB-Fechterinnen bei ihrem ersten Weltcupeinsatz im Ausland in dieser Saison gleich einen phänomenalen dritten Platz.


Bei dem mit zehn Nationen besetzten Turnier in der französischen
Fechtbastion Dijon konnte die - ansonsten noch bei den Kadetten
startende - Stephanie Kohel eindrucksvoll überzeugen und anschei-
nend von den bei der Europameisterschaft in Athen gewonnenen
Erfahrungen unmittelbar profitieren und Platz drei ergattern.

Nach einer soliden Setzrunde mit drei Siegen erreichte sie sicher die Direktausscheidung der letzten 64. Hier demontierte sie ihre Gegner, die Französin Adele Mallet, mit 15:4 regelrecht mit 15:4 ehe sie im folgenden Gefecht auch ihre Nervenstärke bewies und die Niederländerin Kelly Boone mit 14:13 unter die Dusche schickte. Den Einzug unter die letzten Acht sicherte sich Stephanie dann mit einem 15:12-Erfolg gegen Camilla Natali aus der Schweiz. Wer nun glaubte, die A-Jugendliche würde an ihre Grenzen stoßen, sollte sich täuschen: Im folgenden Viertelfinalgefecht stand Stephanie eine der prominenten Favoritinnen gegenüber: Der Einzug in die Medaillenränge konnte nur mit einem Sieg über die Nummer eins der französischen Juniorinnen, Marie Florence Candassamy, gelingen. Erstaunlicherweise zeigte Stephanie keinen übermäßigen Respekt und focht mutig um den Sieg, zu dem es am Ende mit 15:11 sogar sehr deutlich reichte. Dennoch hinterließ dieser Turniergipfel seine Spuren und im Match um den Einzug fand ins Finale Kohel in Laurence Epee, einer weitere französin, ihre Meisterin. Die spätere Siegerin Laurence Epee (Frankreich) setzte sich mit knapp, aber nicht unverdient mit 15:13 gegen die junge Heidenheimerin durch. Bundestrainer Piotr Sozanski, der ansonsten die Fechterinnen der Aktivenklasse begleitet, zeigte sich von diesem dritten Platz sehr angetan: „Steffy hat heute gezeigt, dass sie international mithalten kann und zu den besten Nachwuchsfechterinnen Deutschlands gehört. Schade, dass es ihr noch nicht gelingt, das zweifelsfrei vorhandene Leistungsvermögen beständig abzurufen. Mit so einer Leistung wäre sie auch in Athen bei der Europameisterschaft ganz vorne gelandet.“

Die anderen drei HSB-Fechterinnen spielten bei der Verteilung der Medaillen keine Rolle. Isabelle Walz und Ines Werner hatten das Pech, schon im Tableau der letzten 64 aufeinanderzutreffen, so dass eine Federn lassen musste. Dieses Mal konnte Ines Werner das vereinsinterne Duell mit 15:14 hauchdünn für sich entscheiden, ehe sie gegen die spätere Dritte Aurianne Mallo von der Fechtakademie Lyon  mit 10:15 ausschied. Damit fanden sich Isabelle Walz und Ines Werner auf den Plätzen 37 und 29. Britta Schmid hatte es in ihrem ersten Gefecht in der Direktausscheidung ebenfalls mit einer der starken Französinnen zu tun: Während sie ihre Gegnern Helene Ngom aus der Picardie mit 9:7 bezwang, musste sie sich dann aber der späteren Viertelfinalistin Carolina Piasecka aus Norwegen mit 12:14 beugen, was am Ende Rang 27 bedeutete.

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